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Das Problem mit dem "ß"

Ein Problemfall: So kurz mein Nachname ist, so problematisch ist seine Schreibweise. Zunächst einmal das Einfache: "Voß" heißt auf Plattdeutsch "Fuchs". Und auch nach der letzten Rechtschreibereform schreibe ich mich am Ende weiterhin mit "ß". Der Buchstabe hat eine lange Geschichte, die sicherlich eine eigene Homepage füllen könnte. Der Buchstabe entstand übrigens im Mittelalter. Mehr dazu gibt es beispielsweise auf der Seite "Der Buchstabe ß – Form und Name" oder kurzgefasst bei Wikipedia.

michael-voß.de jetzt erreichbar

Das Internet in Deutschland hat sich jetzt dem "ß" geöffnet: Seit Mitte November 2010 ist der Buchstabe auch in Namen von Homepages erlaubt. DENIC, die für die Top Level Domain ".de" zuständig Registrierungsstelle, hat das jetzt ermöglicht. So ist diese Seite auch über http://www.michael-voß.de erreichbar. Doch nicht alle ziehen mit: Der Internetdienstleister Web.de richtet beispielsweisekeine Absenderadresse ein, die ein "ß" enthalten. Die Begründung: Sie müssten international funktionieren.

"ß" jetzt auch in groß

Übrigens: Die letzte Lücke im deutschen Alphabet wurde auch 2010 geschlossen. Das Deutsche Institut für Normung in Berlin teilte mit, dass es das "ß" jetzt auch als Großbuchstaben gebe. Das große "ß" wurde genormt in internationale Zeichensätze aufgenommen. Die Rechtschreibregeln bleiben davon aber unberührt. Korrekt wird das große "ß" weiter mit Doppel-S geschrieben, obwohl viele Wissenschaftler dies für unlogisch und verwirrend halten. Das große "ß" hatte es zuletzt in den fünfziger Jahren in den Duden der DDR geschafft, danach verschwand es.

In der Welt der elektronischen Datenverarbeitung lässt sich selbst das kleine "ß" oft nicht richtig darstellen. Ersatz ist dann "ss". So habe ich auf meinem Personalausweis beispielsweise im oberen Teil ein "ß" stehen und im maschinenlesbaren unteren Teil ein "ss". Nett ist auch der Versuch, in Guatemala meinen Namen richtig zu schreiben. Aus dem "ß" wurde ein "b", da das ja so ähnlich aussehe... Schwierig ist es auch mit den Schweizern, denn die haben das "ß" generell abgeschafft.

Wenn Sie es richtig machen wollen, dann schreiben Sie bitte "Voß" mit "ß".

Zur Person

  • Michael Voß
  • verheiratet mit Patricia
  • ein gemeinsamer Sohn: Alexander
  • Alter: auf den Tag genau so alt wie der Hamburger Verkehrsverbund (HVV)
  • Redakteur beim MDR
  • engagiert sich als Christ im Bund freikirchlicher Pfingstgemeinden (BFP), KdöR 
  • ist dort ehrenamtlich Redaktionsleiter der Zeitschrift GEISTbewegt!
  • geboren in Hamburg,
  • gelebt in Hamburg, Magdeburg, Lübars bei Magdeburg, Guatemala, Dresden und aktuell wohnhaft in Altenbach bei Leipzig
  • quadromedial unterwegs
  • interessiert sich für das Zusammenwachsen der Medien
  • hat einen Fabel für Lateinamerika und lebte bereits in Guatemala
  • fährt mehr Bahn als Auto - und ist Eisenbahnfan
  • bastelt gern an Homepages herum
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